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Es ist Heckenwirtschaftszeit!

Was an der Mosel Straußwirtschaft, in Österreich Buschenschank oder am Bodensee Rädle genannt wird, bei uns in Franken heißen diese rustikalen und vor allem saisonal betriebenen Weinstuben des Winzers „Heckenwirtschaft“. Und, angeblich haben die Franken es erfunden!

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Zurückgehend auf das 14. Jahrhundert, war den Winzern der Ausschank von Wein untersagt. Es gab wohl einen heimlichen Ausschank „hinter einer Hecke“, der aber im Verborgenen und ohne offizielle Erlaubnis geschah. Meistens öffneten diese heimlichen Ausschankstuben des Winzers kurz vor dem Herbst, denn der noch übrige Wein in den Fässern musste getrunken werden, bevor die neue Ernte eingebracht werden konnte. Zur Bewirtung wurden früher die Küche, die Wohnstube (fränkisch „die Stumm“) oder das Schlafzimmer ausgeräumt und einfache Tische und Bänke aufgestellt.

Heute unterliegen die ca. 150 Heckenwirtschaften in Franken einigen Auflagen und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen betrieben werden. So sind z.B. die Öffnungszeiten geregelt. Es sind max. 4 Monate erlaubt. Diese werden meist in 2 Abschnitte (im Frühjahr zum Ausschank des frischen, jungen Weins und im Herbst zur Federweißen Zeit) eingeteilt. An der Mainschleife z.B. üblicherweise nur am Wochenende.  Am Untermain haben die Heckenwirtschaften 3-4 Wochen durchgehend geöffnet und müssen dann schließen. Außerdem dürfen nur max. 40 Sitzplätze vorhanden sein, nur eigene angebaute Weine zum Ausschank kommen und einfach zubereitete Speisen gereicht werden. 

Franken - Wein.Schöner.Land!

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In der Premiumbroschüre "Franken - Wein.Schöner.Land!" finden Sie 17 zertifizierte Heckenwirtschaften. Strenge Kriterien gelten für die Betriebe, die hier aufgeführt werden.

So dürfen z.B.

  • nur aktuelle Weine angeboten werden,
  • die Zutaten der Speisen aus der Region oder von Direktvermarktern sein,
  • eine angemessene Glaskultur beachtet werden,
  • das Servicepersonal muss Fragen zum Wein beantworten können und
  • es dürfen keine internationalen Begriffe die Speisekarte zieren. 

Für uns Gäste ein Garant für fränkisch, authentisch, ehrlich und bodenständig.

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Schön ist es, wenn man zusammen rückt am Tisch, Einheimische und Fremde sich ohne „Fremdeln“ unterhalten und gemeinsam die regionalen Speisen und den fränkischen Wein genießen. Eine wunderbare Zeit! Vielleicht haben Sie erst einen langen Spaziergang auf unseren zertifizierten Wanderwegen unternommen, oder sind auf dem MainRadweg geradelt. Wichtig ist, Sie haben ordentlich Appetit! Denn die Portionen sind auch ordentlich. Stimmig ist es, beim Winzer zu übernachten und natürlich auch sicherer. Denn nach einem Bremserabend sollte das Nachtlager nicht zu weit entfernt sein ;-).

Also ich freue mich schon auf die Heckenwirtschaftszeit um mich mit Freunden dort zu verabreden, den gärenden Most zu probieren, Gerupften und Zwiebelplootz zu genießen und mich fröhlich mit allen zu unterhalten.

Genau hier fällt mir der Satz aus dem Frankenlied ein:

…bald hebt sich auch das Herbsten an, die Kelter harrt des Weines. Der Winzer Schutzherr Kilian, beschert uns etwas Feines…

Wir sehen uns im Weinland Franken!

Ihre

Martha Gehring


Basiswissen Frankenwein

Wissenswertes rund um Weinbau und -genuss

Martha Gehring - Winzerin aus Leidenschaft und fränkische Weinbotschafterin - erklärt für "Franken - Wein.Schöner.Land!" mit Text und Bild Wissenswertes rund um Weinbau und -genuss.

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