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November in Weinberg und Keller

Beim Spazierengehen werden manche Gäste stutzig - ein Weinberg gerodet? Völlig abgebaut und nur noch ein „Acker“? Gibt Winzer auf? Nein! Natürlich nicht! Er hat sich nur entschlossen zu roden. Roden heißt, einen alten Weinberg in eine Junganlage zu verwandeln.

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Bei größerem Ausfall der Pflanzen ist es häufig eine Notwendigkeit, sich für das Neuanpflanzen zu entscheiden. Weit vorausschauend hat der Winzer sich für eine Rebsorte entschieden und die Jungpflanzen (Fechser) in der Rebschule bestellt. Er darf keine Fechser selbst ziehen. Das ist per Gesetz seit der Reblausdramatik verboten. So ist gesichert, dass nur reblausresistente Unterlagen verwendet werden, gerade auch im Hinblick auf die lange Bewirtschaftung eines Weinbergs. Im Prinzip ist die Neubepflanzung eine Zwei-Generationen-Angelegenheit: was wir heute einpflanzen, ernten unsere Kinder noch in 30 Jahren.

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Nun ist eine Rodungsmaschine bei der Arbeit und hebt die Stöcke auf ca. 60 cm aus der Tiefe des Bodens. Das Holz muss entsorgt werden, der Drahtrahmen abgebaut und umgepflügt werden. Eine Rodung ist ein weitreichender Entschluss. Rein finanziell gesehen investiert der Winzer in etwas, von dem er erst in 3 Jahren wieder eine Einnahme verbuchen kann. Von der fehlenden Menge an Wein für den Verkauf gar nicht erst zu sprechen.

Im Keller geht es spannend weiter. In diesem Monat kommen schon die ersten Weine in den Handel. Ähnlich dem Beaujolais Primeur, der am 17. November das erste Mal in den Verkauf geht, machen Genossenschaften und Winzer Frühfüllungen für diesen ganz speziellen Markt.

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Aufgeregt sind Winzer, die sich entschieden haben, einen „Eiswein“ zu produzieren. Diese hochwertigen Weine bedürfen besonderer Sorgfalt und in erster Linie natürlich Väterchen Frost. Mindestens -7 °C müssen bei der Ernte und dem Keltervorgang erreicht sein. Da braucht es schon einige kalte Nächte, dass die Beere bis ins Innere durchgefroren ist. Vor allem aber Geduld! Dann erwarten den Winzer schon mal bis zu 200 ° Öchsle! Eine köstliche Delikatesse als Aperitif oder auch zum Dessert. Der richtige Wein für das bevorstehende Weihnachtsfest als krönender Abschluss für Ihr Menü!

Ein leckeres Weihnachtsmenü können Sie sich in einem Restaurant oder in den Gasthäusern und Weinstuben auftischen lassen. Kochkunst und Wein präsentieren sich in zertifizierten Lokalen in vollendeter Harmonie. Bei einem unvergesslichen Essen lassen sich die regionalen Köstlichkeiten intensiv genießen.

„Man muss dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Winston Churchill)

Einen entspannten und genussreichen Advent

wünscht Ihnen

Ihre Martha Gehring

Gästeführerin Weinerlebnis Franken/ Fränkische Weindozentin


Jahresverlauf des Frankenweins

Von der Rebe bis ins Glas

Martha Gehring - Winzerin aus Leidenschaft und fränkische Weinbotschafterin - begleitet für "Franken - Wein.Schöner.Land!" mit Text und Bild den Frankenwein über das Jahr und erklärt die wichtigsten Aufgaben eines Winzers.

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