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Kobel am Kobelweg

Rimpar

Mit der Natur versöhnt Geborgenheit finden

Die zweite Weinarchitektour endet in Rimpar am Kobersberg. Eine historische Weinlage ist das, die von der Flurbereinigung weitgehend verschont wurde und deshalb ein spannendes Öko-Kleinklima bewahren konnte. Die Designer wollten zum Begriffspaar „Aussicht – Einsicht“ einen ansprechenden und informativen Weinerlebnisweg entwickeln, der den Spaziergänger auf dem Koberberg spielerisch mit wesentlichen Aspekten der Ökologie allgemein und der Weinbergs-Ökologie ganz speziell vertraut machen soll.

Zentraler Ausgangspunkt für den Weg, der an einzelnen Stationen zu Themenschwerpunkten informiert und zugleich die Sinne schärfen will, ist eine Betonschale, die einem Eichhörnchenkobel nachempfunden wurde. Das in die Topografie der Anhöhe integrierte Bauwerk ist Start- und Endpunkt für den Kobelrundweg. Eine archaische Form, die der Natur abgeschaut ist, lässt den Besucher Geborgenheit bei Wind und Wetter finden oder aus dem Kobel heraus und vom Dach des Kobels herab eine Aussicht genießen, die bei guter Wetterlage bis zu den Höhenzügen des Steigerwalds reicht. Das puristisch ausgeführte Architekturzeichen nimmt sich selbst im Natur- und Kulturraum am Koberberg weitgehend zurück, ja es duckt sich unter die Erdoberfläche. Der bergende Charakter, den die Natur für den Menschen auch haben kann, wenn er nicht fortwährend gegen die Natur arbeitet, wird im Betonkobel spür- und erfahrbar. Sogar der Zivilisationslärm bleibt außen vor, weil der Licht-Dom, der die Kobelwölbung durchstößt zwar Licht und Himmelsblicke in den Kobel hineinlässt, aber keine Geräusche. So endet die zweite Weinarchitektour zwar in einem Weinberg, was nicht verwundern muss. Aber dieser Natur- und Kulturraum führt den Besucher zu sich selbst und vielleicht sogar zu mehr Achtsamkeit im Umgang mit sich, mit anderen und mit der Natur.


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