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Weingut Rudolf Fürst

Bürgstadt

Eine Scheune als Bühne für die Schöne von Burgund

Als Paul Fürst Anfang der 1970er Jahre das elterliche Anwesen übernahm, war das ein kleiner landwirtschaftlicher Mischbetrieb. Gerade einmal ein Hektar Rebfläche gehörte zum Hof, die übrigen Flächen waren mit Getreideanbau belegt, ein paar Obstgärten gehörten mit dazu und etwas Viehbestand.

Und möglicherweise mag man ja kaum glauben, welch steile Karriere der „fürstliche Spätburgunder“ in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat, wenn man erst einmal auf alten Fotos die bescheidenen Anfänge dieser ausgesprochen empfindlichen Rebsorte in den zunächst winzigen Weinparzellen der Fürsts gesehen hat. Heute gilt das Weingut Fürst international als unerreicht bei der Vinifikation von fränkischen Rotweinen. Und zwischenzeitlich mussten die Fürsts ihr Weingut am Centgrafenberg gar um zwei Neubauten ergänzen lassen, denn der Erfolg führte zuletzt zu bedrängender räumlicher Enge. Die neuen Gebäude wurden westlich und östlich an den Bestand herangeschoben und kommen bescheiden im Brettergewand einher. Allerdings, der Ausblick aus dem riesigen Panoramafenster im Weinloft reicht über das gesamte Erf- und Maintal – und er ist grandios. Den zwei neuen Stahlbeton-Hallen, die giebelständig zum Altbau stehen, wurde über einem stählernen Dachstuhl ein klassisches Satteldach aufgesetzt, das ortstypisch ist. Der nackte Beton wird in den Neubauten nicht versteckt und nicht kaschiert, er ist funktional und schön. Die Außenfassaden sind mit Holz verkleidet, sodass vor allem das Kelterhaus, das nur über wenige kleine Licht- und Belüftungsöffnungen verfügt, einem Scheunengebäude gleicht. Auch bei der Architektur, so die Botschaft, kommt es darauf an, was drinnen ist im Gefäß. Die Verpackung darf dann ruhig zeitlos, schlicht und einfach sein.


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